Zimmerer-Innung Filstal zu Gast im Bildungszentrum

22. Mai 2026

Fachlicher Austausch, Einblicke in die Ausbildung und ein besonderes Rahmenprogramm

Die Zimmerer-Innung Filstal hat ihren jährlichen Innungsausflug in diesem Jahr mit einem Besuch im Bildungszentrum Holzbau in Biberach verbunden. Nach der Ankunft nutzte die Innung nicht nur die Räumlichkeiten des Zentrums, sondern auch das dortige Verpflegungs- sowie Übernachtungsangebot.

 

Bereits zu Beginn stand der fachliche Austausch im Mittelpunkt: Bei einem Rundgang durch das Bildungszentrum stellten Gesamtleiter Markus Weitzmann und Ausbildungsleiter Jan Ackermann den Teilnehmenden die Ausbildungsabläufe praxisnah vor. Von der Organisation der Lehrgänge über die Vermittlung moderner handwerklicher Inhalte bis hin zu den Rahmenbedingungen der überbetrieblichen Ausbildung erhielten die Innungsmitglieder einen umfassenden Eindruck davon, wie die Ausbildung im Holzbau heute gestaltet wird. Darüber hinaus wurden aktuelle Themen zur neuen Ausbildungsordnung aufgegriffen und erläutert – ein wichtiger Baustein, um Betriebe frühzeitig zu informieren und den gemeinsamen Qualitätsanspruch in der Ausbildung weiterzuentwickeln.

 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen führte das Programm die Gruppe zu einem besonderen Ausflugsziel: dem Campus Galli in Meßkirch. Bei einer Führung erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in das ambitionierte Projekt, bei dem eine mittelalterliche Klosterstadt mit historischen Techniken und handwerklichem Know-how entsteht. Gerade für das Zimmererhandwerk bot der Besuch zahlreiche Anknüpfungspunkte – von traditionellen Arbeitsweisen bis hin zur Wertschätzung handwerklicher Detailarbeit.

 

Am Abend kehrte die Innung ins Bildungszentrum Holzbau zurück. Nach einem ausführlichen Abendessen wartete ein weiterer Höhepunkt: Ein Vortrag zum Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame. Die Ausführungen von Ausbildungsmeister Andreas Beck und Georg Göppel machten deutlich, welche Bedeutung das Zimmerer- und Holzbauhandwerk bei anspruchsvollen Bauaufgaben und im Erhalt kultureller Bauwerke hat. Die Teilnehmenden hörten aufmerksam zu und nutzten die Gelegenheit, sich über die technischen und handwerklichen Herausforderungen eines solchen Projekts auszutauschen.

Den Abschluss des Tages bildete ein gemütliches Beisammensein.

Am kommenden Tag rundete nach einem ausführlichen Frühstück der Besuch bei BestWood Schneider mit einer Betriebsführung das Programm ab. Mit vielen Gesprächen, kollegialem Miteinander und dem positiven Fazit, dass fachlicher Input und gemeinschaftliches Erleben hervorragend zusammenpassen, trat die Innung schließlich die Heimreise an.