Holzschindeln – traditionelles Handwerk, moderne Architektur

28. Juli 2026

Neues Seminar : Theorie und Praxis an 1:1-Modellen

Holzschindeldeckungen gehören zu den ältesten Techniken, Dächer und Fassaden dauerhaft vor Witterung zu schützen. Aus regional verfügbaren Hölzern entstanden charakteristische Gebäudehüllen, die bis heute viele historische Ortsbilder prägen – vom Schwarzwald bis nach Vorarlberg. Neben der warmen, lebendigen Optik punkten Holzschindeln mit guten bauphysikalischen Eigenschaften, Reparaturfreundlichkeit und einer sehr guten Ökobilanz.

 

Gerade in der Restaurierung sind fundierte Kenntnisse zu Deckarten, Befestigungen und zum Umgang mit bestehenden Konstruktionen unerlässlich. Gleichzeitig entdecken ArchitektInnen und Planende den besonderen Ausdruck von Holzschindeln für den Neubau: von der Fassadengestaltung in Kombination mit anderen Werkstoffen bis zur kompletten Gebäudehülle.

 

Aber auch bei kleineren Projekten wie Carports, Gartenhäusern oder Anbauten lassen sich mit Holzschindeln ansprechende Lösungen mit Alleinstellungsmerkmal realisieren. Entscheidend sind dabei immer die konstruktiven Details und die Einhaltung der geltenden Regelwerke – sie bilden die Grundlage für dauerhaft funktionierende und gestalterisch überzeugende Holzschindeloberflächen.

 

Seminarziel
Die Teilnehmenden erhalten das nötige theoretische Wissen für die Planung, sowie im Praxisteil Einblick in verschiedene Details an Fassade und Dach.

Theorie
- Geschichte und Materialkunde
- Systemaufbauten, Details und Befestigung
- Regelwerke, Normen und Richtlinien
- Schadensbilder und Fehlerquellen
- Nachhaltigkeit, Bauphysik und Wirtschaftlichkeit
 

Praxis am 1:1-Modell
- Fassade: Sockel, Wandfläche, Außenecke, Fensteranschluss, Anschluss Dachuntersicht
- Dach: Traufe, Dachfläche, First, Grat, Ortgang, Wandanschluss

(Es besteht die Möglichkeit, die Modelle im Anschluss mitzunehmen.)


Informationen und Anmeldung