Andreas Funk gewinnt Landeswettbewerb der Zimmerer in Biberach

7. Okt. 2026

Sieben starke Leistungen bei anspruchsvoller Aufgabe – Erstplatzierter vertritt Baden-Württemberg beim Bundeswettbewerb

Am 6. Oktober 2026 fand der diesjährige Landeswettbewerb der Zimmerer im Bildungszentrum Holzbau in Biberach statt. Eine Junggesellin und sechs Junggesellen traten an. Alle sieben hatten zuvor den Kammerwettbewerb ihres jeweiligen Bezirks auf dem ersten Platz abgeschlossen. Innerhalb von sieben Stunden sollten sie eine Kehlecke mit steigendem First herstellen.

 

Herr Christmann von der Handwerkskammer Ulm begrüßte die Wettkämpfer und würdigte ihre bisherige Leistung. Anschließend hieß auch Jochen Ströhle, Prüfungsvorsitzender, die Teilnehmenden willkommen und wünschte ihnen viel Glück – nach dem Motto: „Der Beste soll gewinnen!“ Damit während des Wettbewerbs niemand kalte Füße bekam, überreichte Ströhle allen Teilnehmenden jeweils ein Paar Socken.

 

Nach der organisatorischen Einweisung begann die Wettbewerbszeit. Zunächst galt es, den Plan sorgfältig zu studieren und die Aufgabe zu verstehen. Anschließend erstellten die Teilnehmenden ihren Aufriss – die Grundlage für alle weiteren Arbeitsschritte. Das Dachstuhlmodell bestand aus zehn Hölzern: Neun davon wurden im Maßstab 1:1 aufgerissen, damit die Bearbeitungen anschließend direkt vom Aufriss abgenommen werden konnten. Ein weiteres Holz war mithilfe eines Alphawinkels und anhand eines CAD-Plans anzureißen.

 

Ein sauberer, übersichtlicher und maßgenauer Aufriss ist entscheidend für das weitere Arbeiten. Nach rund dreieinhalb Stunden begannen die ersten Wettkämpfer damit, ihre Hölzer anzureißen. Der Wettbewerb war öffentlich, sodass Besucherinnen und Besucher die Arbeitsschritte aus nächster Nähe verfolgen konnten. Auch die derzeit im Bildungszentrum Holzbau untergebrachten Zimmererauszubildenden und angehenden Meisterschüler erhielten so einen Einblick in die Anforderungen eines Wettbewerbs.

 

Nach der Mittagspause begann der Endspurt: Für das sorgfältige Ausarbeiten und den sauberen Zusammenbau der Hölzer blieben noch zweieinhalb Stunden. Mit der fortschreitenden Zeit wuchs der Druck – ebenso die Aufmerksamkeit der Besucher. Während der Bearbeitung bewertete der Prüfungsausschuss den Aufriss. Ihm gehörten Jochen Ströhle, Jürgen Lutz und Thomas Riebel an. Zu den Kriterien zählten Übersichtlichkeit und Maßgenauigkeit.

 

Am Ende standen auf den Arbeitsplätzen beeindruckende Modelle. Nach dem Applaus für die Wettkämpfer und einer kurzen Verschnaufpause räumten die Teilnehmenden ihre Plätze, bevor der Prüfungsausschuss die Modelle bewertete. Dabei wurden Maße, Fugen, Flächen und die optische Ausführung berücksichtigt. Nach rund einer Stunde standen die Ergebnisse fest: Andreas Funk fährt zum Bundeswettbewerb

 

Jochen Ströhle, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, eröffnete die Siegerehrung und würdigte die Leistung aller Teilnehmenden – unabhängig von ihrer Platzierung. Die Wettkämpfer gehörten zu dem einen Prozent der Zimmerergesellinnen und -gesellen des Jahrgangs 2026, das sich für diesen Leistungswettbewerb qualifiziert hatte. Das allein zeige bereits das hohe Niveau des Wettbewerbs, betonte Ströhle.

 

Die ersten drei Plätze belegten:

1. Platz: Andreas Funk (Scheu GmbH, Bretzfeld)

2. Platz: Lukas-Alexander Neumann (Holzbau Elsässer, Oberreichenbach)

3. Platz: Lukas Luib (Sebastian Luib Zimmerei Schreinerei Fulgenstadt, Bad Saulgau)

 

Die drei Erstplatzierten erhielten von Ströhle jeweils einen besonderen Holzpokal als Erinnerung an ihre außergewöhnliche Leistung. Im Anschluss überreichte Ernst Stephan, Fachbereichsleiter Fort- und Weiterbildung, allen Teilnehmenden einen Bildungsgutschein. Dessen Wert richtete sich nach der erreichten Platzierung. Die Gutscheine sollen die Teilnehmenden dazu ermutigen, sich kontinuierlich weiterzubilden. Denn ohne (Fort-)Bildung kein Erfolg.

 

Doch fachliches Können allein reicht meist nicht aus: Soft- und Hardware unterstützen die tägliche Arbeit. Jan Ackermann, Fachbereichsleiter Ausbildung, überreichte stellvertretend für den langjährigen Sponsor Layer Großhandel den drei Erstplatzierten hochwertige Maschinen. Anschließend überreichte Albert Gruber von Dietrich’s Technology allen Teilnehmenden einen Gutschein für eine einjährige Vollversion einer CAD-Software ihrer Wahl: Dietrich’s, SEMA oder cadwork.

 

Zum Abschluss dankte Ströhle allen Kolleginnen und Kollegen des Bildungszentrums Holzbau für ihre Unterstützung. Ohne sie wäre ein solcher Tag nicht möglich gewesen.

 

Für Andreas geht es nun weiter zum Bundeswettbewerb. Dieser findet vom 7. bis 9. November 2026 im Bildungszentrum Bau in Sigmaringen statt. Dort treten die Landessiegerinnen und Landessieger ihres jeweiligen Berufs aus allen 16 Bundesländern gegeneinander an. Vertreten sind die Bauhandwerksberufe. Das Wettbewerbsniveau verlangt nochmals ein deutlich erweitertes Know-how. Zur Vorbereitung wird allen LandessiegerInnen ein einwöchiges Training im Bildungszentrum Holzbau in Biberach angeboten. Das Bildungszentrum Holzbau wünscht Andreas viel Erfolg beim Bundeswettbewerb.